Tauchen in der Bretagne mit vielen Möglichkeiten: Wrack-, Höhlen-, Landschafts- und Nachttauchen

Die Bretagne ist ein wunderschönes Tauchgebiet, das Fortgeschrittene wie Anfänger gleichermaßen begeistern kann. Nicht jedes Tauchrevier der Bretagne ist anfängerfreundlich, das gilt vor allem für die nördliche Seite der Halbinsel. Im Süden der Bretagne gibt es auch Anfängerkurse und sogar ein Angebot für Kinder.

Die Wassertemperaturen erhöhten sich in letzter Zeit, in den Sommermonaten sind 14 bis 19 °C normal. Die erlaubte Tauchtiefe ist gesetzlich geregelt: für 1 Stern CMAS Taucher ist eine Tauchtiefe von bis zu 20 Meter erlaubt, nur in Begleitung eines Guides. Die Tauchbasen entlang der bretonischen Küste bieten unter anderem Wracktauchen, Landschaftstauchen, Höhlentauchen, Apnoe-Tauchen, Nachttauchen und Unterwasser-Fotografie an. Aufgrund der Dünung beträgt die Sichtweite in vielen Bereichen weniger als 10 Meter, ab einer Tiefe von fünf bis sechs Metern ist das Wasser klarer.

Tauchplätze und Tauchreviere in der Bretagne

Sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene steht ein breites Angebot zur Verfügung. Im Norden herrschen meist anspruchsvollere Bedingungen als im Süden. Der Wind, die Gezeiten und ein ständig wechselhaftes Wetter machen den Tauchgang zur Herausforderung. In Finistère sind bei vielen Tauchbasen sogar nur 2 Sterne CMAS Taucher zugelassen. Doch auch im Süden kann es stellenweise sehr anspruchsvoll werden.

Tauchgebiet Finistère

Die Sichtverhältnisse in Finistère sind meist hervorragend, auch Kinder kommen mit Flossen und Schwimmbrett hier auf ihre Kosten. Doch auch für geübte Taucher bietet die Region spannende Erlebnisse: Zwischen Sandbänken, Grotten und Buchten tut sich eine interessante Wasserwelt mit schönen Landschaften und sehenswerten Tierarten auf. Dabei sind Fische, Korallen und Anemonen zu beobachten, mit etwas Glück sogar Delfine oder Robben. Fans von versunkenen Schiffswracks finden hier ebenso ihren idealen Tauchgang wie Flossenschwimmer, Apnoetaucher und Unterwasser-Fotografen.

Wassersportgebiet Glénan-Inseln

Die Glénan-Inseln bieten einen weißen Strand mit Karibik Feeling, eine weltberühmte Tauchschule in Saint-Nicolas (Le Centre International de Plongée de Glénan) und ein breites Wassersportangebot. Das Angebot ist hauptsächlich an erfahrene Taucher gerichtet. Hin und wieder sind Riesenhaie im Wasser zu bestaunen. Sie sind völlig harmlos und ernähren sich ausschließlich von Plankton. Außerdem befinden sich unzählige Schiffswracks am Meeresboden, die dazu einladen, entdeckt zu werden.

Tauchschulen, Tauchbasen und Tauchkurse in der Bretagne

Insgesamt gibt es rund 100 Tauchschulen entlang der bretonischen Küste. Die Mitarbeiter von Tauchbasen der Bretagne sind mit den Standards von CMAS, PADI, Barakuda und dem landestypischen FFESSM vertraut. Vor allem CMAS ist hier sehr geläufig. Das ausgebildete Personal erfüllt die notwendigen gesetzlichen Anforderungen, die an Tauchlehrer und Guides in Frankreich bestehen. Aus diesem Grund müssen Sie sich um Ihre Sicherheit beim Tauchurlaub in der Bretagne keine Sorgen machen.

Tauchschule Quiberon Plongee
Port Haliguen 2
56170 Quiberon
Telefon: 02 97 50 00 98

Die Tauchschule QUIBERON PLONGEE bietet schon seit vielen Jahren ihre Dienste an, das Angebot ist auch kindgerecht. Neben einfachen Tauchgängen und Blöcken werden hier auch technisches Tauchen und Tauchkurse angeboten. Für Gruppen und Einzeltaucher geeignet, Equipment zum Ausleihen steht im Normalfall zur Verfügung.

Carnac Plongée Dive Center
1 Boulevard de Légenèse
56340 Carnac
Telefon: +33 6 52 29 69 63

Beim Carnac Dive Center sind Tauchgänge per Boot oder über den Strand möglich. Das Angebot ist für alle Schwierigkeitsgrade und auch für Kinder geeignet. Ausflüge zu wunderschönen Unterwasserlandschaften mit herrlicher Tierwelt stehen hier an der Tagesordnung. Einzelne Tauchgänge werden ebenso angeboten wie Tauchkurse. Die Tauchausrüstung kann auch kostengünstig geliehen werden.

Cip Glenan
rue des bolincheurs
29 900 Concarneau
Telefon: +33 6 84 46 84 82

Das Centre international de plongée des Glénan ist weltbekannt und zieht Taucher aus allen Winkeln der Erde an. Es wurde 1960 gegründet und ist auch an wissenschaftlichen Erkundungen beteiligt. Das Tauchcenter bietet aber auch ausführliche Tauchkurse für interessierte Personen an.

Beste Tauchzeit in der Bretagne

Die beste Tauchzeit in der Bretagne ist im Sommer, wenn die Wassertemperatur mit bis zu 19°C noch angenehm ist. Allerdings ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit während dieser Jahreszeit auch höher als im restlichen Jahr. Aus diesem Grund kann auch ein Tauchurlaub im Mai günstig sein. Im Winter haben die meisten Tauchschulen geschlossen. Auch viele Hotels, Restaurants und Lokale haben zu dieser Zeit des Jahres nicht geöffnet.

Unterkünfte für den Tauchurlaub in der Bretagne

Es gibt viele hübsche Hotels in der Bretagne. Allerdings sind gerade die Hotels an der Küste nicht unbedingt preiswert. Aus diesem Grund und weil auch das Platzangebot für Taucher in der Regel besser ist, empfehlen wir ein komfortables Ferienaus in der Bretagne zu mieten. Dafür bezahlt man auch nicht mehr, erhält aber eine Unterkunft für die ganze Familie und hat kein Problem, die eigene Taucherausrüstung unterzubringen. Für Hundebesitzer unter den Tauchfans ist heutzutage auch kein Problem, in der Bretagne ein Ferienhaus mit Hund zu finden.

Sonstige Tipps für das Tauchen in der Bretagne

  • Sprache: Die Tauchbasen werden in Frankreich üblicherweise „Centre Plongee“ genannt.
  • Anforderung: Die äußeren Bedingungen erfordern bei vielen Tiefgängen einen guten körperlichen Zustand. Für die von strengen Winden beeinflussten Strömungen ist eine gute Kondition anzuraten.
  • Gesetz: Im französischen Gesetz ist die maximale Tiefe für Taucher genau festgelegt: Als 3 Stern CMAS Taucher sind bis zu 60 Meter Tiefe erlaubt, als 2 Stern CMAS Taucher bis zu 40 Meter Tiefe und als 1 Stern CMAS Taucher bis zu 20 Meter, aber nur in Begleitung eines Guides – ab 2 Sternen autonom.

 

Foto: MartinStr – Pixabay.com